Abenteuer in Australien: Ein Jahr als Handwerker – Stens Erfahrungsbericht
In einem Erfahrungsgespräch mit Sten, einem deutschen Handwerker, der sich auf ein Abenteuer in Australien eingelassen hat, konnte ich Einblicke in seine Erfahrungen und Erlebnisse gewinnen. Als Gründer von Journeyman habe ich die Ehre, solch beeindruckende Geschichten zu teilen, die zeigen, wie erfüllend und bereichernd ein Leben und Arbeiten in einem fremden Land sein kann.
Die Motivation: Ein neues Leben im Ausland
Sten erzählte mir, dass die Möglichkeit, den Alltag in einem anderen Land zu erleben, ihn besonders reizte. Für ihn war es wichtig, zu sehen, wie das Leben 16.000 Kilometer entfernt von seiner Heimatstadt Rostock aussieht. „Das Leben hier ist gar nicht so unterschiedlich, und die Leute sind sehr herzlich“, sagt er. Er wollte nicht nur reisen, sondern wirklich ankommen und einen normalen Alltag erleben. Dies gab ihm die Gelegenheit, tief in die Kultur und Lebensweise Australiens einzutauchen und echte Verbindungen zu knüpfen. Sten betonte, dass diese Erfahrung ihm geholfen hat, seine Komfortzone zu verlassen und neue Perspektiven zu gewinnen.
Flexibilität und Erkundung: Das Auto als wichtiges Hilfsmittel
Um die beeindruckenden Orte Australiens zu erkunden, entschied sich Sten, ein Auto zu kaufen. „Ich habe mein erstes Auto für 10.000 Dollar gekauft, später aber einen Van für 6.500 Dollar gefunden. Man findet hier gute Autos, man muss nur etwas suchen“, erklärt er. Mit dem Auto konnte er flexibel und unabhängig die Küsten und Surfspots erreichen. Für Sten war das Auto ein unverzichtbares Hilfsmittel, um spontan Ausflüge zu machen und die vielfältige Landschaft Australiens zu entdecken. Ob Strände, Berge oder abgelegene Dörfer – das Auto gab ihm die Freiheit, jeden Winkel des Landes zu erkunden und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln.
Ein besonderer Surfspot: Aladala
Sten schwärmt von seinem Lieblingsort, Aladala, einem kleinen Surfspot mit freundlichen Einheimischen. „Nicht weit davon entfernt ist eine Insel, wo ich angeln kann. Es ist einfach ein richtig geiler Spot – kaum Leute da, nur die Natur. Es fetzt!“, erzählt er begeistert. Diese Orte bieten ihm die perfekte Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Das Surfen gibt ihm nicht nur die Möglichkeit, körperlich aktiv zu sein, sondern auch den Kopf frei zu bekommen und die Schönheit der Natur zu genießen. Die Ruhe und Gelassenheit, die er dort findet, helfen ihm, sich zu entspannen und neue Energie für die kommende Arbeitswoche zu tanken.
Eine besondere Begegnung: Hilfe von einem Fremden
Eine der bewegendsten Geschichten, die Sten erzählte, war die Begegnung mit einem Fremden, der ihnen half, als ihr Auto in den Bergen liegenblieb. „Ein Fremder hielt an und bot uns an, uns nach Hause zu fahren, damit wir unser anderes Auto holen können. Er wollte dafür kein Geld, und das war einfach die beste Begegnung. Diese Herzlichkeit hat unseren Tag gerettet“, erinnert sich Sten. Diese Erfahrung hat seine Sichtweise auf das Leben verändert und ihm gezeigt, wie wichtig es ist, freundlich und hilfsbereit zu sein. Sie hat ihm auch die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt nähergebracht, etwas, das in einer fremden Umgebung besonders wertvoll ist.
Unterschiede in der Arbeit: Deutschland vs. Australien
Sten fand interessante Unterschiede zwischen der Arbeit in Deutschland und Australien. „Die Leute hier nutzen keinen Zollstock, sondern nur Bandmaß. Außerdem verarbeiten sie oft 16 mm Plattenmaterial, während wir in Deutschland hauptsächlich 19 mm verwenden“, bemerkt er. Auch der Ausbildungsstandard unterscheidet sich, und er findet, dass die deutsche Ausbildung umfangreicher ist. Er erklärte, dass die deutsche Ausbildung mehr Wert auf Genauigkeit und Qualität legt, während in Australien manchmal pragmatischere Ansätze bevorzugt werden. Diese Unterschiede haben ihm neue Arbeitsmethoden und Techniken gezeigt und seine beruflichen Fähigkeiten erweitert.
Kulturelle Unterschiede und Integration
Kulturell hat Sten festgestellt, dass Australien durch seinen multikulturellen Hintergrund viele Einflüsse vereint. „Große Unterschiede gibt es nicht wirklich. Ein Beispiel: Als ich nach typischen Gerichten fragte, bekam ich Kartoffelstampf mit Gemüse und Steak als Antwort – das ist auch in Deutschland bekannt“, schmunzelt er. Sten fühlt sich gut integriert und freut sich auf weitere Abenteuer in den kommenden Monaten. Er genießt es, die Vielfalt der australischen Kultur zu erleben und neue Freundschaften zu schließen. Die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen haben ihm geholfen, sich schnell einzuleben und sich wie zu Hause zu fühlen.
Empfehlungen und Ausblick
Sten empfiehlt jedem, der kompromissbereit ist und die Erfahrung machen will, woanders zu leben, ein Auslandsjahr als Handwerker zu probieren. „Man kann nur das bereuen, was man nicht gemacht hat“, sagt er zum Abschluss. In den kommenden Monaten freut sich Sten besonders auf einen Roadtrip mit Freunden und den Besuch seiner Eltern in Melbourne. Er ist gespannt auf die neuen Erlebnisse und Herausforderungen, die vor ihm liegen, und ist dankbar für die wertvollen Erfahrungen, die er bisher gesammelt hat. Sein Auslandsjahr in Australien hat ihn nicht nur beruflich, sondern auch persönlich wachsen lassen.
Takeaways aus dem Gespräch mit Sten:
- Die Möglichkeit, in einem anderen Land zu leben und den Alltag zu erleben, war ein großer Anreiz für ein Auslandsjahr.
- Ein Surfspot an der Küste, Aladala, beeindruckte ihn besonders.
- Ein Auto ist essenziell für Flexibilität und Erkundung.
- Eine herzerwärmende Begegnung mit einem hilfsbereiten Fremden.
- Unterschiede in der Arbeit und Ausbildung zwischen Deutschland und Australien.
- Die Bedeutung von Kompromissbereitschaft und Offenheit für ein erfolgreiches Auslandsabenteuer.
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