Nach Kanada nun bei den Kiwis in Neuseeland Sörens zweites Jahr als Journeyman
17. September 2024

Nach Kanada nun bei den Kiwis in Neuseeland Sörens zweites Jahr als Journeyman

Sören, ein deutscher Tischlermeister, teilt seine spannenden Erfahrungen aus seinem zweiten Jahr als Journeyman. Nach Kanada befindet er sich nun in Neuseeland: Atemberaubende Natur, neue Freundschaften und spannende berufliche Herausforderungen. Erfahre wie sich das Leben und Arbeiten in Neuseeland unterscheidet und warum er jedem ein solches Abenteuer empfiehlt. Tauche in seine inspirierende Geschichte ein!

In meinem Gespräch mit Sören, einem deutschen Tischlermeister, der sich auf ein grosses Abenteuer in Neuseeland eingelassen hat, wurde eines schnell klar: Ein Auslandsjahr kann nicht nur beruflich bereichern, sondern auch die Perspektive auf das Leben grundlegend verändern. Sören hatte bereits Erfahrung im Ausland, da er zuvor in Kanada gearbeitet hatte. Doch dieses Mal wollte er etwas anderes. Nachdem er in Kanada viel mit deutschen Kollegen zusammengearbeitet und überwiegend Deutsch gesprochen hatte, entschied er sich, in Neuseeland das volle Eintauchen in die englische Sprache und Kultur zu suchen. Für ihn war es wichtig, seine Englischkenntnisse weiter zu verbessern und in einer Umgebung zu arbeiten, die ihn sprachlich und kulturell herausfordert.

Die Entscheidung, ein weiteres Mal ins Ausland zu gehen, fiel Sören nicht schwer. Neuseeland, das bekannt ist für seine atemberaubenden Landschaften, freundlichen Menschen und entspannten Lebensstil, schien ihm das ideale Ziel zu sein. Als er im Februar nach Neuseeland kam, begrüsste ihn der dortige Sommer, während in Deutschland noch der Winter herrschte. Diese Jahreszeitenumkehr war einer der ersten faszinierenden Eindrücke, die Sören von Neuseeland mitnahm. Aber es waren nicht nur das Wetter und die Umgebung, die ihn begeisterten. Seine Arbeit bei Format, einer Firma, die sich auf massgeschneiderte Möbel und Küchen spezialisiert hat, brachte ihm spannende Einblicke in die neuseeländische Arbeitswelt. Was er besonders schätzt, ist die Kombination aus Werkstattarbeit und dem Einbau der Möbel beim Kunden. „Es ist toll, das Endergebnis zu sehen und das, was man gebaut hat, selbst einzubauen“, erzählt Sören. Diese Verbindung von Handwerk und direktem Kundenkontakt macht für ihn den besonderen Reiz seiner Arbeit aus.

Abseits der Arbeit ist es jedoch die einzigartige Natur Neuseelands, die Sören immer wieder ins Schwärmen bringt. Besonders beeindruckend war für ihn eine Wanderung auf einen Berg, die er gemeinsam mit einem niederländischen Kollegen unternahm. Sie übernachteten dort und erlebten einen Sonnenuntergang, den Sören als „unglaublich schön“ beschreibt. Diese Art von Naturerlebnissen sind für ihn ein wesentlicher Teil des Abenteuers, das Neuseeland ihm bietet. Die Landschaft dort, mit ihren Bergen, Küsten und weiten Ebenen, bietet nicht nur Erholung, sondern auch viele Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten und Erkundungen. Diese Ausflüge in die Natur helfen ihm, den Kopf frei zu bekommen und neue Energie für die Arbeit zu tanken.

Neben der Natur sind es vor allem die Menschen, die Sörens Leben in Neuseeland so besonders machen. Queenstown, wo er lebt, ist eine Stadt, die für ihre internationale Atmosphäre bekannt ist. Viele junge Leute aus aller Welt kommen hierher, um zu arbeiten, zu reisen oder einfach das Abenteuer zu suchen. Sören trat einem lokalen Fußballverein bei und lernte dadurch schnell neue Freunde kennen. „Fußball versteht jeder, auch wenn man nicht perfekt Englisch spricht“, sagt er. Der Sport half ihm, schnell Kontakte zu knüpfen und sich in der neuen Umgebung wohlzufühlen. Besonders gefallen ihm die Offenheit und Freundlichkeit der Neuseeländer, die ihm geholfen haben, sich rasch zu integrieren.

Doch bei all den Abenteuern und neuen Erfahrungen bleibt die Arbeit für Sören ein zentraler Bestandteil seines Lebens in Neuseeland. In seiner Firma bemerkte er schnell Unterschiede zur Arbeitsweise in Deutschland. Während die deutsche Ausbildung und Arbeitskultur sehr strukturiert und anspruchsvoll ist, wird in Neuseeland vieles einfacher und pragmatischer angegangen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Qualität darunter leidet. Die Firma, in der Sören arbeitet, spezialisiert sich auf hochwertige Maßanfertigungen, und die Arbeitsqualität kann sich durchaus mit deutschen Standards messen. Dennoch spürt Sören, dass in Deutschland mehr Wert auf Präzision und eine fundierte Ausbildung gelegt wird. Diese Unterschiede haben ihm geholfen, seine eigenen beruflichen Fähigkeiten aus einer neuen Perspektive zu betrachten und zu schätzen, was das deutsche Ausbildungssystem so besonders macht.

Sören ist überzeugt, dass ein längerer Aufenthalt im Ausland die beste Möglichkeit ist, wirklich in die Kultur und das Arbeitsleben eines Landes einzutauchen. „Nach vier Monaten hat man sich gerade erst eingelebt, und dann wieder zu gehen, wäre schade“, sagt er. In den fünf Monaten, die er bereits in Neuseeland verbracht hat, hat er zahlreiche Freundschaften geschlossen und viele unvergessliche Erlebnisse gesammelt. Er plant, noch mehrere Monate zu bleiben, und freut sich darauf, weitere Ecken des Landes zu erkunden. Für ihn ist klar: Wer ein Auslandsjahr plant, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um das Leben vor Ort wirklich zu erleben und die Freundschaften, die man knüpft, zu vertiefen.

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