Mit der Freundin ins Abenteuer: Johannes als Tischler in Kanada
9. April 2025

Mit der Freundin ins Abenteuer: Johannes als Tischler in Kanada

Ein Jahr Kanada, neue Freunde, extreme Natur und das alles gemeinsam mit der Partnerin – für Johannes war das Auslandsjahr als Tischler nicht nur ein beruflicher Gewinn, sondern auch eine persönliche Reise. In Squamish, direkt zwischen Meer und Gebirge, arbeitet er im Innenausbau, geht Skifahren nach der Arbeit und erlebt den kanadischen Lifestyle hautnah. Warum er sich trotz anfänglicher Zweifel heute sicher ist, dass es die beste Entscheidung war – und warum auch du den Schritt wagen solltest.

Ein Auslandsjahr ist für viele ein Schritt raus aus dem Alltag – raus aus der Komfortzone, rein ins Unbekannte. Für Johannes aus dem Münsterland bedeutete dieser Schritt nicht nur eine neue berufliche Erfahrung, sondern auch ein gemeinsames Abenteuer mit seiner Partnerin. Seit sechs Monaten lebt er nun in Squamish, einer kleinen Stadt in British Columbia, Kanada – umgeben von Bergen, Meer und Möglichkeiten.

Der Start: Zwischen Vorfreude und Respekt vor der Distanz

„Am meisten Angst hatte ich vor der Entfernung nach Hause“, erzählt Johannes im Gespräch mit Samuel, dem Gründer von Journeyman. Kanada klingt für viele nach Traumziel, aber eben auch nach ziemlich weit weg. Doch schnell stellte sich heraus: Dank FaceTime, WhatsApp und Co. bleibt man auch aus 8.000 Kilometern Entfernung eng mit den Liebsten verbunden. „Die Angst war total unbegründet“, sagt Johannes heute.

Arbeiten in Kanada: Fachwissen trifft auf Offenheit

Als gelernter Tischler arbeitet Johannes bei Leon Lebeniste, einer Firma für hochwertigen Innenausbau. „Ich hatte zuerst Respekt, ob ich hier fachlich mithalten kann“, sagt er. Doch auch das stellte sich als unbegründet heraus. „Mit einer guten Ausbildung aus Deutschland kommt man hier super klar – man muss sich einfach trauen.“

Besonders spannend findet Johannes den Austausch: „Wir bringen europäische Systeme ein, zum Beispiel Sortimo für unsere Arbeitswagen – das kam direkt gut an.“ In Meetings wird seine Meinung geschätzt, die Atmosphäre ist offen, der Umgang kollegial. Die Mischung aus kanadischer Lockerheit und deutscher Gründlichkeit scheint zu funktionieren.

Sprache, WG, Auto: Der Alltag organisiert sich

Englisch war nie Johannes’ Lieblingsfach. „Ich hatte einen Erweiterungskurs nach dem Abi gemacht, aber flüssig war ich nicht.“ Trotzdem kam er schnell zurecht. „Wenn du die Grundlagen kannst, ist alles machbar – die Leute hier sind super hilfsbereit.“

Gemeinsam mit seiner Freundin, die in der Hotellerie arbeitet, organisierte er Wohnung, Job und Auto. „Wir haben ein paar Nächte in Vancouver verbracht, dann ein Auto gekauft und in Squamish eine Wohnung gesucht.“ Ein bisschen Abenteuer, ein bisschen Planung – und ein Partner an der Seite: so liess sich der Start gut meistern.

Freizeit in Squamish: Berge, Meer und Bungee

Squamish liegt zwischen Vancouver und Whistler, mitten im sogenannten Sea to Sky Corridor. Die Freizeitoptionen? Ein Traum. Skifahren, Snowboarden, Mountainbiken, Wandern – je nach Jahreszeit ist alles möglich. „Ich bin nicht der beste Skifahrer“, lacht Johannes, „aber ich hab’s hier lieben gelernt.“

Und auch verrücktere Dinge hat er ausprobiert: „Mein Highlight war definitiv der Bungee-Jump – ich hatte richtig Schiss, aber es war einfach nur geil!“ Noch beeindruckender als der freie Fall war für ihn jedoch eine Nacht in einem Shelter hoch oben in den Bergen: „Diese Weite, diese Stille – da merkst du, wie klein du als Mensch eigentlich bist.“

Zusammen wachsen: Persönlich & als Paar

Für Johannes ist das Auslandsjahr mehr als nur ein Tapetenwechsel. „Ich bin selbstbewusster geworden, treffe Entscheidungen schneller, mach mehr auf eigene Faust.“ Dass er dabei nicht allein ist, sondern das Ganze mit seiner Freundin erleben darf, macht es für ihn besonders. „Wir ergänzen uns gut – jeder übernimmt Aufgaben, und wir lernen beide jeden Tag dazu.“

Und beruflich? Auch da sieht er klare Vorteile: „Ich nehme viele Eindrücke mit – handwerklich und menschlich. Die Offenheit, die man hier lebt, will ich in Deutschland beibehalten.“

Fazit: Bereut? Keine Sekunde.

Auf die Frage, ob er das Ganze noch mal machen würde, antwortet Johannes ohne zu zögern: „Jederzeit. Vielleicht nicht direkt im Anschluss, aber grundsätzlich? Jederzeit wieder.“ Sein Rat an andere? „Nicht zu lange überlegen – machen. Du brauchst kein perfektes Englisch, kein detailliertes Wissen über das Land. Offenheit reicht. Der Rest kommt von allein.“

Ob Kanada, Neuseeland oder die USA – das Wichtigste sei, sich zu trauen. Und wie er so treffend sagt: „Wenn du es jetzt nicht machst, dann vielleicht nie.“

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