Elektriker in den USA: Dennis’ Abenteuer und Arbeitserfahrungen in Minnesota
In diesem Erfahrungsbericht erzählt Dennis, ein deutscher Elektriker, von seinem Jahr in Minnesota – von kalten Wintern und einzigartigen amerikanischen Traditionen bis hin zu den Unterschieden im Arbeitsalltag als Elektriker in den USA. Entdecken Sie, wie ihn die amerikanische Kultur, die Roadtrips und das Arbeitsleben persönlich und beruflich geprägt haben.
Kürzlich hatte ich ein interessantes Gespräch mit Dennis, einem Elektriker aus Deutschland, der sich gerade ein Jahr in Minnesota bei Design Ready Controls aufhält. Seine Erlebnisse und Eindrücke – besonders vom berüchtigten Winter dort – fand ich so spannend, dass ich sie unbedingt teilen möchte! Minnesota ist für viele ein eher unbekanntes Ziel, aber Dennis hat sich sofort auf das Abenteuer eingelassen und einiges zu erzählen, von amerikanischen Eigenarten auf der Arbeit bis hin zu besonderen Freizeitaktivitäten, die er so in Deutschland nie erlebt hat.
Minnesota und der Winter, wie er im Buche steht
Dennis liebt den Winter – und Minnesota erfüllt ihm diesen Wunsch. „Hier in Minnesota ist der Winter schon krass. Ich komme ursprünglich aus Frankfurt, wo Schnee eher die Ausnahme ist, aber als es hier schon im Oktober geschneit hat, war das einfach nur genial,“ schwärmt er. Was die Minnesotaner besonders gern machen? Eisfischen! Er lacht, als er beschreibt, wie die Leute ihre Trucks aufs Eis fahren, sich Feuer machen und durch Löcher im Eis angeln – eine Vorstellung, die für uns wohl eher ungewöhnlich ist. Aber Dennis ist begeistert, das bald selbst auszuprobieren und freut sich jetzt schon auf die langen, verschneiten Wintermonate.
Vom Start ins amerikanische Arbeitsleben
Anfangs gab es für Dennis eine Trainingsphase, um sich an die amerikanische Arbeitsweise und die technischen Unterschiede zu gewöhnen. Design Ready Controls arbeitet mit einem anderen Schaltplansystem, als er es aus Deutschland kannte. „Wir hatten zwei Wochen intensives Training, da wurde ich zum Glück nicht gleich ins kalte Wasser geworfen.“ Seine deutsche Ausbildung erwies sich dabei als großer Vorteil: „Mit einer deutschen Ausbildung bekommt man das gut hin,“ erzählt er. Besonders sein Trainer war beeindruckt und meinte schließlich, dass er am liebsten nur noch deutsche Elektriker einstellen würde. Ein kleines Lob, das viel darüber aussagt, wie wertvoll solide deutsche Fachkenntnisse dort ankommen.
Ein bisschen anders, aber spannend: Arbeiten in den USA
Für Dennis war es eine ganz neue Erfahrung, in einer großen Produktionshalle zu arbeiten, wo Schaltschränke für Kunden im ganzen Land gefertigt und getestet werden. „Die Arbeit ist mal spannend, mal ein bisschen monoton – es gibt Tage, an denen wir neue Schaltschränke testen und Fehler suchen müssen, was echt fordernd ist. Aber es gibt auch Tage, an denen ich zehnmal das Gleiche mache.“ Insgesamt mag er jedoch den Wechsel zwischen spannenden Aufgaben und ruhigeren Tagen. Die hohe Qualität der deutschen Ausbildung kommt ihm auch hier zugute, und die Wertschätzung der Amerikaner dafür ist spürbar.
Mit Freundschaften und Football durch den Winter
Was ihn zunächst ein wenig nervös machte, war die Frage, wie er in einem fremden Land Anschluss finden würde. Doch diese Sorge hat sich schnell zerstreut. In Minnesota fand Dennis in kurzer Zeit gute Freunde, sowohl unter Einheimischen als auch mit seinem Journeyman-Kollegen Tom, der zur gleichen Zeit mit ihm anfing. Die beiden haben sich für die erste Zeit sogar zufällig das gleiche Airbnb gemietet und meisterten gemeinsam die ersten Hürden, wie Bankkonto eröffnen und Sozialversicherungsnummer beantragen.
Seine Freundschaften in Minnesota sind geprägt von typisch amerikanischen Wochenendaktivitäten. Gemeinsam mit neuen Freunden besucht Dennis Footballspiele – besonders College Football hat es ihm angetan. „Es ist ein bisschen wie im Film: Die riesigen Parkplätze vor den Stadien, die Menschen, die dort grillen und tailgaten – das ist einfach großartig.“ Für ihn ist es nicht nur ein Vergnügen, sondern eine großartige Gelegenheit, sich auch kulturell besser zu integrieren.
Ein Jahr voller Roadtrips und Highlights
Dennis nutzt seine Wochenenden, um viel von den USA zu sehen, und für ihn sind die Ausflüge ein Highlight seines Aufenthalts. Bisher waren Nashville und New York seine Favoriten, und er hat noch viel auf der Liste: Seattle, Kansas City und Las Vegas stehen als Nächstes an. Nashville bezeichnet er schmunzelnd als „Mallorca der USA“ – die Atmosphäre, die Livemusik in jeder Bar und die herzliche Offenheit der Menschen haben es ihm besonders angetan.
Minnesota statt Miami? Die Vorteile einer weniger bekannten Stadt
Wenn Dennis von seiner Wahl spricht, nach Minnesota statt in bekannte Städte wie LA oder Miami zu gehen, kann man heraushören, dass er seine Entscheidung nicht bereut. „Hier ist das Leben viel günstiger und weniger touristisch. Ich wohne zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt – das könnte ich mir in einer großen Metropole wie LA kaum leisten.“ Minnesota sei vielleicht nicht das, was man sich als erste Wahl für ein Auslandsjahr vorstellt, aber gerade die Authentizität und Offenheit der Menschen dort machen diesen Ort für ihn besonders reizvoll.
Für Dennis ist sein Jahr in den USA eine einmalige Gelegenheit, die ihn nicht nur beruflich, sondern auch persönlich wachsen lässt. Wenn er anderen Handwerkern einen Rat geben könnte, die noch zögern, ob sie so ein Abenteuer wagen sollen, würde er ihnen ganz klar sagen: „Einfach machen. Es ist eine einmalige Chance, die dich weiterbringt und dir so viel gibt, auch wenn du zwischendurch mal Heimweh hast.“
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